Heidelberg – Die Frauen der TSG Hoffenheim haben in Bremen gegen Werder verloren. Nach der Niederlage äußerten sich Torhüterin Laura Dick und Cheftrainerin Eva Virsinger zum Spiel, wie die TSG 1899 Hoffenheim mitteilte. Außerdem kam die Bremer Cheftrainerin Friederike Kromp zu Wort.
Die TSG war nach eigener Darstellung gut in die Partie gekommen, konnte sich aber nicht genug verwertbare Torchancen erspielen. Nach dem Rückstand gelang es der Mannschaft nicht, das Spiel zu drehen. Werder erzielte drei Tore und blieb ohne Gegentreffer.
Die Sicht aus Hoffenheim
Dick sagte, ihr Team sei gut gestartet, aber nicht konsequent genug gewesen. Mit klaren Chancen wäre mehr möglich gewesen. Stattdessen fiel das Gegentor, mit dem die TSG in die Halbzeitpause ging. Direkt danach traf Bremen erneut, und gegen den doppelten Rückstand sei es sehr schwierig geworden. Die Mannschaft müsse lernen, „nochmal Schwung in die Partie zu bringen und die Wende einzuleiten“, so Dick.
Virsinger sah in der ersten Halbzeit über weite Phasen Hoffenheimer Kontrolle, es hätten aber die Chancen gefehlt. In Umschaltmomenten habe die TSG keine guten Entscheidungen getroffen, dadurch sei das Spiel wild geworden. Das habe Bremen entgegengekommen, das sich auf Verteidigen, Umschalten und Standards konzentrieren konnte. Den Start in die zweite Halbzeit nannte sie denkbar schlecht, danach sei ihr Team viel zu hektisch geworden. Nur wenige Aktionen habe die TSG sauber auf das Tor zu Ende gespielt. Von der abgeklärt spielenden Werder-Mannschaft könne man viel mitnehmen. Für Montag fordert Virsinger eine Leistungssteigerung.
Die Sicht aus Bremen
Kromp sagte, sie habe gewusst, dass es schwer werde, gegen eine spielstarke und individuell gut besetzte TSG zu bestehen. Ihre Spielerinnen hätten aber ihr Herz auf dem Platz gelassen und eine sehr reife Leistung gezeigt. Drei Tore zu schießen und die Null zu halten, mache sie sehr glücklich. Mit der Mannschaftsleistung habe Bremen „ein großes Ausrufezeichen“ gesetzt.
Bewertung
Auffällig ist, wie ähnlich Dick und Virsinger das Spiel beschreiben: gute Ansätze, aber zu wenig Ertrag vor dem Tor und danach zu viel Hektik. Das spricht für eine klare Analyse im Team. Offen bleibt, wie die Mannschaft die Umschaltmomente verbessern will.
Weitere Berichte aus Weinheim

