Oftersheim – Wer Ärger mit Wildtieren am Haus oder im Garten hat, kann sich an den Wildtierbeauftragten des Rhein-Neckar-Kreises wenden. Das teilte die Gemeinde Oftersheim mit. Dorian Jacobs ist der Wildtierbeauftragte. Er berät grundsätzlich kostenlos. Häufig geht es um Füchse in Wohngebieten, um Marder auf dem Dachboden oder um Wildschweine, die im Garten auftauchen.
Jacobs hilft nach Angaben der Mitteilung dabei, das Verhalten der Tiere einzuordnen und die Ursachen eines Konflikts zu erkennen. Gemeinsam mit den Betroffenen sollen passende Lösungen entstehen. Es gehe nicht allein darum, Tiere von Grundstücken oder Gebäuden fernzuhalten. Vielmehr soll zwischen Mensch und Wildtier ein Miteinander mit möglichst wenig Konflikten gelingen. Wichtig sind neben der Beratung auch Vorbeugung und eine dauerhaft angelegte Konfliktvermeidung.
Stadtjäger arbeiten vor Ort
Unterstützt wird der Wildtierbeauftragte von anerkannten Stadtjägern. Sie sind vor Ort präsent und können Probleme früh erkennen. Ihre Arbeit ist laut Mitteilung vor allem beratend und vorbeugend. Sie erklären, wie sich Wildtiere verhalten, zeigen Wege zur Konfliktvermeidung auf und helfen dabei, Grundstücke und Gebäude für die Tiere unattraktiver zu gestalten. Die Maßnahmen setzen sie vor Ort um und stärken so das Wildtiermanagement im Siedlungsraum.
Vorbeugen und beobachten
Oft lassen sich Konflikte schon mit einfachen Mitteln verringern. Genannt werden die Sicherung von Abfällen und Futterquellen, das Verschließen geeigneter Zugänge zu Gebäuden und eine angepasste Gestaltung des Grundstücks. Je nach Lage kann es sinnvoll sein, das Verhalten der Tiere systematisch zu beobachten, zum Beispiel mit Wildkameras. Auf dieser Grundlage lassen sich Maßnahmen entwickeln, die sowohl den Menschen als auch einem verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren gerecht werden.
Entnahme nur als letztes Mittel
Reichen Beratung, Vorbeugung und andere Maßnahmen nicht aus oder versprechen sie keinen Erfolg, kann die Entnahme eines Tieres nötig werden. Das ist laut Mitteilung nicht der Regelfall, sondern kommt erst zuletzt in Betracht, etwa bei erheblichen Schäden oder Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit. Die Stadtjäger richten sich dabei nach strengen gesetzlichen Vorgaben. In außergewöhnlichen Fällen arbeiten sie eng mit den Wildtierbeauftragten zusammen. Probleme sollen früh auffallen und mit angemessenen Mitteln gelöst werden, ohne den Wildtierbestand unnötig anzutasten.
Rechtlicher Rahmen
Das Amt des Wildtierbeauftragten gibt es aufgrund des Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes Baden-Württemberg (JWMG). Im Rhein-Neckar-Kreis gehört die Stelle zum Ordnungsamt des Landratsamtes. Seine Aufgabe ist es, die Anliegen von Bevölkerung, Kommunen, Jägerschaft und Naturschutz miteinander zu vereinen und dabei einen fachlich soliden Umgang mit Wildtieren zu unterstützen.
Kurzfassung
- Ansprechpartner: Dorian Jacobs, Wildtierbeauftragter des Rhein-Neckar-Kreises
- Kosten: Die Beratung ist grundsätzlich kostenlos
- Telefon: 06221 522-2139
- Per E-Mail ist er unter [email protected] zu erreichen.
Bewertung
Dass die Beratung kostenlos ist, senkt die Hemmschwelle, bei Problemen mit Wildtieren früh nachzufragen. Der Schwerpunkt auf Vorbeugung ist nachvollziehbar, weil Betroffene so selbst etwas tun können. Konkrete Fälle oder Beispiele für gelungene Lösungen nennt die Mitteilung allerdings nicht.
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