Nr. 305

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Kultur & Freizeit

Karlsruhe: „Rondeau“ verbindet Licht und Klang im Weinbrennersaal

Karlsruhe – Im Weinbrennersaal der Stadthalle Karlsruhe ist ein Medienkunstwerk namens „Rondeau“ zu erleben, das Licht, Musik und Architektur zu einer Komposition verbindet. Das teilte die Messe Karlsruhe mit. Die Arbeit stammt vom Kunststudio VOLNA und ist nach Angaben der Mitteilung die bisher größte und erste dauerhaft installierte Arbeit des Studios in Karlsruhe.

Herzstück sind 21 kreisförmige Kuppelleuchten, die Sascha Homburg von ENVUE HOMBURG LICHT speziell für den Saal entworfen und gefertigt hat. Lichtimpulse, die an den Rändern der Leuchten über die LED-Bänder wandern, lassen diese wie rotierend erscheinen. Asymmetrische Lichtanimationen wiederum lassen sie scheinbar schweben und wie Tänzerinnen und Tänzer durch den Raum ziehen. Farbverläufe, wechselnde Lichtintensitäten und Akzente weiterer angesteuerter Spotleuchten machen daraus eine vielschichtige Choreografie.

Für den Klang sorgt der Musiker Szdåt mit einer ambient-generativen Komposition. Ihr Ablauf gliedert sich in drei Akte, die nahtlos ineinander übergehen. Dazu kommen weitere Musikphrasen, die mit den Lichtbewegungen verknüpft sind, sodass Licht und Musik unmittelbar aufeinander reagieren. Die Komposition verändert sich fortlaufend und wird durch ein wiederkehrendes Motiv zusammengehalten.

Die Arbeit von VOLNA wurde von der City of Media Arts zusammen mit der Messe Karlsruhe und MESO Digital Interiors für die Umsetzung kuratiert. Prof. Sebastian Oschatz von MESO, der die Medienstrategie für den Weinbrennersaal verantwortete, sagte: „Neben der Möglichkeit, das bewegte Kunstwerk selbst zu zeigen, kann dank der technischen Lösung die Lichtchoreografie flexibel in unterschiedliche Veranstaltungskonzepte eingebunden werden.“ Jede der 21 Kuppelleuchten samt ihren umlaufenden LED-Bändern kann einzeln gesteuert werden.

Der Titel nimmt Bezug auf kreisförmige Wiederholung und Variation, wie sie die historische Gedicht- und Musikform des Rondeau prägen. Die Installation überträgt diese Form in die zeitgenössische Medienkunst. VOLNA wurde 2016 von Nikita Golyshev und Snezhana Vinogradova gegründet und ist seit 2022 in der Medienstadt ansässig. Angesiedelt zwischen Lichtkunst, Architektur und zeitbasierten Medien, schafft das kollaborative Studio Eingriffe an bestimmten Orten, Lichträume zum Eintauchen, Szenografien sowie bewegliche, kinetische Werke.

Bewertung

Interessant ist, dass die Lichtchoreografie nicht nur Kunstwerk bleibt, sondern sich in Veranstaltungen einbinden lässt. Offen lässt die Mitteilung, wann und wie Besucher „Rondeau“ außerhalb solcher Anlässe erleben können. Dazu wären Angaben nützlich.

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Symbolbild: Bruchsal · Foto: Tilman2007, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)

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