Freudenstadt – Im Foyer des Landratsamtes Freudenstadt sind bis zum 11. Dezember 2026 Bilder des Astrofotografen Frank Göttler zu sehen. Die Ausstellung „Licht und Sternenstaub – Astrofotografie zwischen Kosmos und Lichtverschmutzung“ wurde am vergangenen Donnerstag eröffnet, wie das Landratsamt Landkreis Freudenstadt mitteilte. Nach Angaben des Landratsamtes waren alle Sitzplätze im Foyer besetzt.
Gezeigt werden über zwanzig Arbeiten. Zwei Erklärtafeln behandeln das zunehmende Satellitenaufkommen im Weltraum und die Lichtverschmutzung. Die Band „No Constant Sorrow“ umrahmte die Vernissage musikalisch.
Der Fotograf
Frank Göttler arbeitet als Lehrer an der Beruflichen Schule Horb und ist ausgebildeter Apotheker und Diplom-Pharmazeut. Schon seit etlichen Jahren widmet er sich der „Deep-Sky-Astrofotografie“. In seiner Arbeit kommen wissenschaftliches Interesse, zeitgemäße Technik und intensive digitale Nachbearbeitung zusammen. Die Bilder seien keine KI-generierten oder KI-unterstützten Werke, sondern echte Fotografien, für die oft viele Stunden Aufnahmezeit nötig sind.
Bei der Eröffnung sagte Göttler, es brauche kein Raumschiff, um den Weltraum zu erleben: Die Erde umkreise einen Stern, der Mensch befinde sich also schon mitten im Kosmos. Auch Göttler sprach über Lichtverschmutzung. Seine farbintensiven Aufnahmen sollen Lust machen, den Kosmos in seiner Weite und Schönheit zu entdecken, und zugleich an den Wert natürlicher Dunkelheit erinnern.
Die Worte des Landrats
Landrat Andreas Junt zeigte sich von den Aufnahmen der Emissionsnebel und fernen Galaxien beeindruckt. Er fragte, wann und wo absolute Dunkelheit in Zeiten allgegenwärtiger nächtlicher Beleuchtung durch Städte und Straßenverkehr überhaupt noch erlebbar sei. Dank seiner Höhenlagen, der dichten Wälder und der klaren Nächte eröffne der Landkreis Freudenstadt weiterhin die Möglichkeit, den Sternenhimmel zu erleben. Junt dankte Göttler dafür, dass er zeige, dass der Himmel nicht nur Hintergrund, sondern ein Erlebnisraum sei, den es durch verantwortungsvollen Umgang mit Licht zu schützen gelte. Sein Dank galt auch Sascha Falk, dem Leiter der Kreisvolkshochschule, der die Vorbereitungen organisatorisch begleitete.
Kurzfassung
- Zu sehen ist die Schau „Licht und Sternenstaub – Astrofotografie zwischen Kosmos und Lichtverschmutzung“.
- Dauer: noch bis zum 11. Dezember 2026
- Veranstaltungsort ist das Landratsamt Freudenstadt in der Herrenfelder Straße 14.
- Zeiten: zu den üblichen Öffnungszeiten des Landratsamtes
Bewertung
Die Ausstellung verbindet Bildästhetik mit einem Anliegen, das man im Alltag leicht übersieht: dem Wert der Dunkelheit. Dass die Erklärtafeln Satelliten und Lichtverschmutzung aufgreifen, gibt den Bildern Kontext. Wer vorbeikommt, kann beides nutzen, das Staunen und die Frage, wie viel Licht nachts nötig ist.
Weitere Berichte aus Freudenstadt, Horb am Neckar

