Bühl – Auf dem Hochkopf sind die Arbeiten zur Gehölzpflege beendet. Die Stadt Bühl ließ dort Fichten und andere Gehölze entfernen, um Offenlandflächen und die darauf lebenden, teils stark bedrohten Tierarten zu erhalten, teilte die Stadt Bühl mit. Knapp 500 Arbeitsstunden wurden dafür aufgewendet. Den größten Teil der Arbeit leistete die städtische Ausbildungsgruppe der Abteilung Forst.
Die Maßnahme soll die Grinden wieder öffnen. So heißen die weitgehend baumfreien Feuchtheiden auf den Höhenrücken des Nordschwarzwalds. Damit verbessert sich der Lebensraum seltener Offenlandarten. Im Mittelpunkt steht der vom Aussterben bedrohte Wiesenpieper. Sein Bestand war auf ein einziges Brutpaar gesunken, inzwischen sind es wieder vier Brutpaare. Von den offenen Flächen profitieren nach Angaben der Stadt außerdem die seltenen Heuschrecken Warzenbeißer und Alpine Gebirgsschrecke sowie das Auerhuhn.
Die Stadt setzte die Arbeiten in Eigenregie um, das Land förderte sie finanziell. Beteiligt waren das Regierungspräsidium Karlsruhe, der Landkreis Rastatt und der Landschaftserhaltungsverband Landkreis Rastatt. Fabian Anger, Biologe und Fachmann für die Arten, stand dem Projekt ehrenamtlich zur Seite.
Schon eine ähnliche Maßnahme im Jahr 2022 zeigte Wirkung: Danach siedelten sich dort weitere Wiesenpieper an. Daran knüpfen die jetzt beendeten Arbeiten an. Die seltenen Arten sollen am Hochkopf langfristig bestehen bleiben.
Bewertung
Dass nach der früheren Maßnahme weitere Wiesenpieper festgestellt wurden, spricht aus Sicht der Mitteilung für die Pflege der Flächen. Offen bleibt, ob die offenen Grinden ohne weitere Eingriffe frei bleiben oder ob regelmäßig nachgearbeitet werden muss. Dazu sagt die Mitteilung nichts.
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