Walldürn – In Walldürn und Altheim sind am Donnerstag, 05.11.2026, Soldatinnen und Soldaten für die Haus- und Straßensammlung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. unterwegs. Das Logistikbataillon 461 aus Walldürn unterstützt die Aktion mit Kameradinnen und Kameraden, teilte die Stadt Walldürn mit. Gesammelt wird im Stadtgebiet von Walldürn (Kernstadt) und in Altheim. Die Bevölkerung ist aufgerufen, die Sammlung zu unterstützen.
Der Volksbund verweist in seinen Informationen auf den Wandel der Erinnerung: Die Generation der direkten Zeitzeugen verlasse uns, für Jüngere drohe die Vergangenheit zur bloßen Jahreszahl zu werden. Er zitiert dazu Papst Leo XIV. aus der Enzyklika „Magnifica Humanitas“ mit den Worten: „Wir erleben einen besorgniserregenden Verlust an historischem Gedächtnis.“
Der Volksbund versteht sich als Hüter der Erinnerung und Brückenbauer der Versöhnung. Er pflegt Kriegsgräberstätten und betreibt Friedens-, Erinnerungs- und Jugendarbeit. In internationalen Workcamps und in der Bildungsarbeit bringt er nach eigenen Angaben jährlich tausende junge Menschen zusammen. Dort setzen sich die Teilnehmenden an authentischen Lernorten mit Krieg und Frieden auseinander. Trotz seines staatlichen Auftrags beruht die Finanzierung des Volksbunds nach eigenen Angaben vor allem auf Spenden und freiwilligen Zuwendungen.
Die Sammlerinnen und Sammler sind laut Mitteilung bis Anfang Dezember mit ihren Büchsen unterwegs. Alternativ lässt sich auf das Konto des „Volksbund Nordbaden“ überweisen. Wer selbst als Sammlerin oder Sammler mitmachen möchte, soll die Geschäftsstelle anrufen.
Kurzfassung
- Termin: Donnerstag, 05.11.2026, 12:00 bis 20:30 Uhr
- Orte: Walldürn (Kernstadt) und Altheim
- Sammelzeitraum der Büchsen: bis Anfang Dezember
- Spendenkonto „Volksbund Nordbaden“: DE34 6005 0101 0001 0099 90
- Mitmachen als Sammler/in: Geschäftsstelle unter 0721/23020
- Infos: nordbaden.volksbund.de
Gesamtbild
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist nach eigener Darstellung eine humanitäre Organisation. Im Auftrag der Bundesregierung sucht und birgt er Kriegstote im Ausland, bestattet sie und pflegt ihre Gräber. Gegründet wurde er am 16. Dezember 1919.
Heute betreut er fast 840 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten, auf denen etwa 2,8 Millionen Kriegstote bestattet wurden. Der Volksbund hat rund 190.000 Mitglieder und Spender. Der größere Teil des Budgets stammt aus Beiträgen, Spenden, Erbschaften sowie den Einnahmen der jährlichen Haus- und Straßensammlung, während Bund und Länder mit öffentlichen Mitteln die verbleibenden Kosten übernehmen.
Unterstützt wird der Volksbund laut seiner Kurzdarstellung von Bundeswehr und Reservistenverband, unter anderem bei der Haus- und Straßensammlung.
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