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Walldürn: Gedenkfeier zum Volkstrauertag am 15. November am Ehrenmal

Walldürn – Die Stadt Walldürn lädt die Bevölkerung zur Feierstunde zum Volkstrauertag ein. Sie findet am Sonntag, 15. November 2026, um 11:30 Uhr auf dem Friedhof am Ehrenmal statt. Die Stadtverwaltung erinnert dabei an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Besonders eingeladen sind die örtlichen Vereine mit ihren Fahnenabordnungen.

Hinter dem Gedenktag steht der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., der ihn als Initiator jährlich ausrichtet. Er bittet um Teilnahme an den Veranstaltungen vor Ort und möchte so möglichst viele Menschen zu einem leisen Friedenszeichen bewegen. Der Volkstrauertag sei mehr als ein Blick zurück, teilte der Volksbund mit: Er sei eine stille Demonstration für den Frieden und gegen Hetze, Hass und Gleichgültigkeit. Wer die Folgen von Krieg vergesse, laufe Gefahr, sie zu wiederholen. Wer dabei sei, setze zudem ein Zeichen der Verbundenheit mit den Opfern von Krieg und Gewalt sowie mit allen, die sich weltweit für den Frieden einsetzen.

Friedensarbeit beginnt nach Angaben des Volksbundes im Kleinen: Dazu zählen Treffen junger Leute, Bildungsprojekte und gemeinsames Erinnern. Die Regierung Adenauer übertrug dem Verein 1954 die Aufgabe, die Toten des Zweiten Weltkriegs zu bergen und zu bestatten. Heute setzt er sich außerdem für Versöhnung, Verständigung und Friedenserziehung ein.

Im Namen der Bundesregierung kümmert sich der Volksbund darum, die Gräber deutscher Kriegstoter im Ausland zu erfassen, zu bewahren und zu pflegen. Die Kriegsgräberstätten sind Orte des individuellen Gedenkens und zugleich Mahnmale für Frieden und Versöhnung. In der Jugend- und Bildungsarbeit setzen sich junge Menschen in internationalen Workcamps, Schulprojekten und Bildungsangeboten mit Geschichte, Erinnerungskultur und Friedensfragen auseinander. Trotz seines staatlichen Auftrags stützt sich die Finanzierung zum größten Teil auf Spenden und freiwillige Zuwendungen.

Kurzfassung

  • Termin: Sonntag, 15.11.2026, 11:30 Uhr
  • Ort: Friedhof am Ehrenmal in Walldürn
  • Eingeladen: die gesamte Bevölkerung, besonders die örtlichen Vereine mit Fahnenabordnungen
  • Weitere Auskünfte gibt es unter nordbaden.volksbund.de

Gesamtbild

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde nach eigenen Angaben am 16. Dezember 1919 gegründet. Er wollte die zahllosen deutschen Kriegstoten des Ersten Weltkrieges suchen sowie ihre Gräber erfassen und pflegen. Von 1946 an legte er in kurzer Zeit mehr als 400 Kriegsgräberstätten in Deutschland an.

Offiziell übertrug ihm die Bundesregierung 1954 die Aufgabe, Grabstätten deutscher Soldaten jenseits der Grenzen ausfindig zu machen, die Gefallenen beizusetzen und die Anlagen instand zu halten. Heute betreut er fast 840 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten, auf denen etwa 2,8 Millionen Kriegstote bestattet wurden. Den Volkstrauertag richtet der Volksbund laut seiner Website jährlich im November bundesweit aus.

Finanziert wird die Arbeit nach Angaben des Volksbundes überwiegend aus Beiträgen und Spenden, Erbschaften und Vermächtnissen sowie der jährlichen Haus- und Straßensammlung. Der übrige Teil wird aus staatlichen Mitteln von Bund und Ländern finanziert. Der Volksbund hat nach eigenen Angaben rund 190.000 Mitglieder und Spender.

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Symbolbild: Walldürn · Foto: Fritz Geller-Grimm supported by Rüdiger Wandke, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)

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